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Körpereigenes versus künstliches Knochenmaterial

Die bei vielen chirurgisch tätigen Zahnärzten-(innen) verwendeten Knochenersatzmaterialien werden in unserer Praxis vermieden. Wir verfolgen seit Bestehen unserer Gemeinschaftspraxis 1990 konsequent das Konzept, mit körpereigenem Knochenmaterial atrophierte Kieferstrukturen zu regenerieren und das mit großem Erfolg. Durch optimierte Operationstechniken und weiterentwickelte Instrumente ist es möglich, die meisten Patienten, die Knochenaufbau benötigen, ambulant in unserer Praxis zu behandeln.

Bei Extremfällen von Kieferknochenschwund haben wir seit vielen Jahren die Möglichkeit, Beckenkammspongiosa oder kleine Späne vom vorderen Beckenkamm in den vorbereiteten Kieferabschnitt verpflanzen zu können. Dieses Operationsverfahren wird in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit einem orthopädischen Chirurgen (Dr. Vonderschmid) stationär im Krankenhaus Dritter Orden in München durchgeführt. Der Krankenhausaufenthalt erstreckt sich dabei von Mittwoch (Operationstag) bis Freitag (Entlassungstag). Unsere Patienten sind am Entlassungstag voll mobil und benötigen keine Gehhilfen. Die Mehrzahl unserer Patienten gaben nach eigener Auskunft an, dieses Operationsverfahren wieder zu wählen, weil die postoperative Belastung entgegen vorheriger Vermutungen nicht so schlimm gewesen ist.

Körpereigenes Knochenmaterial ist osseoinduktiv und daher bestens geeignet, um Knochenregeneration herbeizuführen. In der Mehrzahl aller Implantationen ist durch geschickte Operationstechnik körpereigener Knochen zu gewinnen, der intraoperativ weiterverwendet werden kann. Diese Operationstechniken führen wir seit vielen Jahren fortbildungswilligen Kollegen und Kolleginnen im Rahmen unserer klinischen Trainingskurse live an vorbereiteten Patienten vor.